
Morgens die Fraktionschefin im Landtag, abends der Regierungschef: SPD-Landtagskandidatin Magali Leidig-Petermann ist am Samstag in ihrem Wahlkampf hochkarätig beehrt worden. Und hat es mit einem schwergewichtigen Geschenk gedankt.
Die 44-Jährige lächelt dazu – so wie sie es oft, gern und authentisch tut. Ansteckende Fröhlichkeit, zugewandte Haltung, optimistische Ausstrahlung, das ist das Markenzeichen der Frankenthaler SPD-Chefin, die nun auch das Gesicht ihrer Partei im Mainzer Landtag sein will. In der Landeshauptstadt ist Leidig-Petermann zwar nahezu täglich präsent, aber dezent im Hintergrund, im Büro der SPD-Fraktionsvorsitzenden Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Morgens war sie mit ihrer Chefin im Süden der Stadt unterwegs, abends schaute der MP auf seiner Tour durch 40 Orte im Bundesland in Leidig-Petermanns Heimatstadt vorbei.
Mit einer kleinen Gesprächsrunde wird die Wartezeit bis zum Eintreffen des prominenten Wahlkampfhelfers überbrückt. Drei engagierte Ehrenamtliche kommen kurz zu Wort, der Geschäftsführer des Konzertclubs Gleis 4, Tiemo Feldmann, der langjährige Vorsitzende des Beindersheimer Männerturn- und -sportvereins (MTSV), Hartmut Stutzmann, und der Vorsitzende der Lambsheimer Heimatfreunde, Jochen Glatt. Und dann schreitet der Ministerpräsident durch die Eingangstür und dominiert den Raum. Er spricht über Lifestyle-Teilzeit und Lebensentwürfe, Verunsicherung und Miesepetrigkeit des deutschen Michels, gebührenfreie Kitas und kostenlose Schulbücher für alle – und seinen Rheinland-Pfalz-Plan. Infrastrukturmaßnahmen, Klimaschutz und Bildung – das will ein Ministerpräsident Schweitzer in einer zweiten Amtszeit liefern. Eine Experimentierklausel will er pflegen, mit der Kommunen bessere Verwaltungsvorschläge einreichen sollen, die übernommen würden, wenn sie überzeugten. Am Schluss ist der MP am Zapfhahn im „Elle“ ein beliebtes Fotomotiv. Leidig-Petermann lässt ihm höflich den Vortritt, ehe sie selbst den Hebel zieht. Da ist Schweitzer schon beim Zuprosten mit selbst Gezapftem. Zuvor gibt's eine reichlich gefüllte Steige voller frischem Studernheimer Gemüse für den Gast. Die Szene hat eine gewisse Symbolik: Leidig-Petermann stemmt tapfer die Kiste, ihre Arme werden immer länger, während der Gast dankende Worte spricht. Dann hält er ihr immerhin das Handmikrofon hin, damit man auch am anderen Ende des „Elle“ mitbekommt, was sie zu sagen hat.
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