Früher Start in die neue Legislaturperiode

Veröffentlicht am 01.07.2024 in Allgemein

Früher Start in die neue Legislaturperiode

Konstituierende Sitzung des Großniedesheimer Gemeinderats – Ein- und Mehrfamilienhäuser in neuem Wohngebiet in Aussicht

 

Grossniedesheim. Die erste Zusammenkunft des neu gewählten Ortsgemeinderats in Großniedesheim diente nicht nur der Weichenstellung und Aufgabenverteilung, sondern war zugleich auch eine Arbeitssitzung. Der barrierefreie Ausbau aller vier Bushaltestellen im Ort wurde auf den Weg gebracht und das neue Baugebiet Kleinniedesheimer Straße beschlossen.
Der Ortsgemeinderat Großniedesheim verfügt über 16 Sitze. Nachdem die CDU sich bereits 2019 verabschiedet hatte, war nun auch die FWG nicht mehr zur Wahl angetreten. Allerdings band SPD-Ortsvereinsvorsitzender Michael Walther auch Nicht-SPDler in die Wahlliste mit ein. Die Bürger konnten ihre Wertschätzung und ihr Zutrauen also nur über die Personenwahl ausdrücken. Und das taten sie. Der ehemalige CDU-Mann Jürgen Lüddecke kam vom Listenplatz 13 auf Rang 6 der gewählten Ratsmitglieder. FWG-Frau Johanna Orth sprang von Platz 12 auf Rang 3. Dagegen rutschte der auf Listenplatz 5 gesetzte Markus Wilhelm auf Rang 14 ab.

In einer konstituierenden Ratssitzung geht es vor allem darum, dass sich der neue Ortsgemeinderat organisiert und Aufgaben verteilt. Das verlief gut vorbereitet ohne Diskussionen, und Abstimmungen erfolgten einstimmig. Vier Ratsmitglieder fehlten.

Walther läutet seine

letzte Amtsperiode einDer im Amt bestätigte Ortsbürgermeister Michael Walther betonte erneut, dass dies seine letzte Amtsperiode sein soll. Er freue sich über 80,6 Prozent Zustimmung von Großniedesheimer Bürgern. Bei diesen bedankte er sich und hoffe, auch die 19,4 Prozent der Bürger, die ihn nicht gewählt hatten, in den kommenden fünf Jahren durch seine Arbeit zu überzeugen oder, wie er es ausdrückte, dass „es besser gewesen wäre, mit ja zu stimmen“.

Gerade auch im Blick auf das angepeilte Ende seines Amts schlug er vor, statt wie bisher nur einen, ihm zwei Beigeordnete zur Seite zu stellen. Auch, um Verantwortung weiterzugeben. Er schlug den bisherigen Ersten Beigeordneten Klaus Fieberling zur Wiederwahl vor und als weiteren Beigeordneten Markus Wilhelm. Fieberling wird weiterhin den Technischen Ausschuss verantworten, Markus Wilhelm den Bereich Soziale Angelegenheiten, Sport und Kultur. Beide wurden einstimmig gewählt. Markus Wilhelm betonte in einem kurzen Statement, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Gemeinderat, Verwaltung und Bürgern.

Beide Beigeordneten verzichteten auf ihr Stimmrecht, es rückten in den Ortsgemeinderat Stephanie Müller und Markus Adrian nach. Fraktionssprecher der SPD ist künftig Steffen Walther, sein Stellvertreter Tobias Münch.

Ergänzungen gibt es in der Hauptsatzung der Ortsgemeinde: Während die sechs Ausschüsse mit jeweils sechs Mitgliedern unverändert bestehen bleiben, soll im Ausschuss soziale Angelegenheiten, Sport und Kultur qua Amt der jeweilige Ortskartellvorsitzende – zurzeit Sigrid Amann – mit vollem Rede- und Stimmrecht vertreten sein. Erhöht wurde auch die Aufwandsentschädigung der Beigeordneten auf 35 Prozent der dem Ortsbürgermeister zustehenden Aufwandsentschädigung.

Bebauungsplan für

neues WohngebietDurch Umnutzung einer bisherigen Gewerbefläche im Norden der Gemeinde in Richtung Kleinniedesheim – die bislang dort angesiedelte Spedition gibt den Betrieb auf – sowie im Anschluss östlich davon bis etwa zur Straße In den Moltersgärten im Neuen Flächennutzungsplan ausgewiesene Wohnbauflächen ergeben insgesamt das Wohnbaugebiet Kleinniedesheimer Straße. Michael Walther betonte, dass einerseits Wohnungsnot herrsche, andererseits die Ortsgemeinde eine starke Nachfrage verzeichne hinsichtlich Wohnbaugrundstücken. Nach wie vor hätten die eigenen vier Wände bei den Menscheneinen hohen Stellenwert, selbst hohe Preise schreckten nicht davon ab. Der Ortsgemeinderat stimmte für die Aufstellung eines Bebauungsplanes, mit der Erarbeitung wurde das Planungsbüro Piske beauftragt. Die Planungskosten sollen rund 14.000 Euro betragen. Vorgesehen im neuen Wohngebiet seien Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Ebenso einstimmig votierte der Rat für die Auftragsvergabe, alle vier Bushaltestellen im Ort barrierefrei umzubauen. Die Gesamtkosten einschließlich Planung und Baugrunduntersuchung sollen sich auf rund 118.000 Euro belaufen abzüglich einer Förderung in Höhe von 66.300 Euro. Für Michael Walther hat die Umgestaltung der Bushaltestellen mit erhöhtem Randstein, sodass Fahrgäste mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen künftig ebenerdig in den Bus einsteigen könnten, einen zusätzlichen Vorteil: Ungeduldige Autofahrer im Ortskern würden zumindest an diesen Stellen nicht mehr über den Gehweg ausweichen aufgrund der nun höheren Rampe.

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Frankenthaler Zeitung - Nr. 150
Datum Montag, den 1. Juli 2024
Seite 19
 

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05.09.2024, 00:00 Uhr - 20:00 Uhr Umweltausschuß Sitzung
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08.09.2024, 10:00 Uhr - 18:00 Uhr Dorfflohmarkt
Bei Dorfflohmarkt werden wieder allerlei Kellerschätze in Großniedesheim angeboten. Stöbern lohnt sich!! …

12.09.2024, 00:00 Uhr - 20:00 Uhr Fraktionssitzung
Agenda: - Berichte aus den Ausschuss-Sitzungen - Vorbereitung Gemeinderatssitzung - Fragen un …

19.09.2024, 00:00 Uhr - 20:00 Uhr Gemeinderatssitzung
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