Reflektor 7/2011

Sehr geehrte Großniedesheimerinnen und Großniedesheimer,

die Umgestaltung des Bürger- und Sportzentrums nimmt Gestalt an. Das Konzept des Lebensbaums steht und der „Behördenapparat“ läuft.

Für unsere Bürgerinnen und Bürger ist die Einrichtung der Tagespflegestätte ein Gewinn. Ja, es geht uns die Gaststätte verloren, aber wir haben sie bereits vor
Jahren verloren! Deshalb richten wir unseren Blick nach vorne und trauern keinen Wirten nach, die weder Verwaltung noch Fraktionen finden können.

Zusammen mit dem Lebensbaum haben wir in die Zukunft gerichtete Gedanken gesammelt - sozusagen als „Agenda Begegnungsstätte“:

Da die Begegnungsstätte offen für Jung und Alt sein wird, ist auch offenes Frühstück und Mittagessen geplant. Interessant wäre dieses Angebot auch für Schüler in den Ferien.

Durch angedachte Projektarbeiten können Gäste Interessierten ihr Wissen weitergeben.

Dinge wie: Wie strickt man Socken? Mein Hefeteig wird nix! Tipps und Tricks rund ums Kochen und Backen ... Hier ist ein großes Potential an Wissen abrufbar!

Angebote für Werkarbeiten, Basteln und Malen können im Foyer stattfinden. Die nördliche Terrasse ist bestens geeignet, um z. B. ein Kräuterhochbeet zu gestalten.

Rüstige Bürgerinnen und Bürger gehen ungern allein spazieren? Kein Problem, es findet sich bestimmt ein Partner in der Begegnungsstätte.

Sitzrunden in Sport und Tanz können von allen genutzt werden.

Erzählcafé (Märchen, Lebensgeschichte ...), Spielnachmittage, nostalgische Kinoabende ...

Sie sehen, Möglichkeiten gibt sehr viele.

Kooperation und gegenseitige Unterstützung durch die Seniorenstube und Johanniter optimieren das Angebot.

Ein leer stehende Bürger- und Sportzentrum nutzt niemandem, kostet aber alle viel Geld; eine Tagespflege kommt allen zu Gute.

Sind Sie für den Erhalt des einzigen Post- Briefkastens in Grossniedesheim und für ein Begehren gegen dessen Umnutzung?

Wenn einem eine solche oder ähnliche Frage gestellt wird und man mit seiner Unterschrift für den Erhalt der Sache eintritt, so ist das nur logisch und richtig.
Falsch hingegen ist, wenn Ihnen dabei verschwiegen wird, dass es anstelle des Briefkastens eine bessere, schnellere und sicherere Möglichkeit gibt Ihre Post zu
verschicken.

So ähnlich verhält es sich mit der derzeitigen Unterschriftenkampagne der CDU/FWG bezüglich der Gaststätte im Bürger- und Sportzentrum (BSZ).
Die geplante sinnvolle und sichere Zukunft des BSZ soll mit dieser Aktion verhindert werden. Vorgeschoben wird der dringend notwendige Erhalt der Speisegaststätte, die in den letzten Jahren von unterschiedlichen Wirten mit immer weniger Erfolg bewirtschaftet werden konnte. Ein „Wunderwirt“ soll es richten - den braucht man nur zu suchen, dann wird man ihn finden. Eigene Bemühungen blieben allerdings bisher erfolglos, Wunder dauern länger.

Offensichtlich geht es nur um Opposition, der Vorschlag der Umnutzung des BSZ in eine Tagespflege kam ja nicht aus ihren Reihen. Jahr ein, Jahr aus spricht man - insbesondere bei der FWG - vom Sparen, wann immer und wo immer möglich.
Doch plötzlich sind ca. 20.000 € für eine Gaststätte mit sehr mäßigem Besuch, aufgebracht aus Ihren Steuergeldern, kein Problem jährlich ausgegeben zu werden.
Man erwartet ja den „Wunderwirt“, der macht dann nur noch Gewinne …
Hier wird der Begriff „Wirtschaftspolitik“ von der Opposition wohl zu wörtlich genommen.

Genau so wie Moltersgärten II, DSL, Photovoltaik, wiederkehrende Beiträge usw, man ist dagegen, man ist „Opposition“. Allerdings merkt man dann schnell, dass es sich hierbei doch um gute, für die Zukunft unseres Dorfes wichtige und richtige Entscheidungen handelt. Und nicht wie die FWG bei DSL meinte „um eine Sache für die Zukunft, die man jetzt noch nicht braucht“ (!). Die Antwort der SPD- Fraktion darauf war: „wer heute glaubt DSL sei Zukunft, der lebt in der Vergangenheit“.

Das Gleiche trifft auch auf das BSZ zu. Zu meinen, eine Gaststätte im BSZ hätte eine dauerhafte und tragfähige Zukunft, geht von Verhältnissen in der Vergangenheit aus. Auch wenn es heute einige (wenige) gut gehende Restaurants gibt, müssen doch viel mehr Gaststätten um ihre Existenz kämpfen. Das ist bedauerlich, trifft aber auch auf Großniedesheim zu.
SPD Ortsverein und Fraktion unterstützen jede private Initiative zum Erhalt der anderen, noch existenten Gaststätte im Dorf oder der Neueröffnung einer
Speisegaststätte. Das muss jedoch auf privater Basis, ohne dauerhafte Unterstützung durch die Gemeinde mit Steuergeldern erfolgen.

Übrigens…
...waren ALLE Fraktionen einmütig für den Verkauf des BSZ. Dabei war NIE die Rede davon, dass es nur an einen Wirt sein darf. Bei einem Verkauf gäbe es mit Zustimmung der Opposition die Gaststätte nicht mehr!

Die vorgesehene Tagespflege ist ein tragfähiges und durchdachtes Konzept, getragen von einem kompetenten und enthusiastischen Team mit vielen guten und neuen Ideen, wie Sie auf der Vorderseite erkennen können. Seien wir froh und auch ein wenig stolz darauf, dass unser Dorf die wohl einmalige Chance hat, in den Genuss einer solchen Einrichtung zu kommen.

Lassen Sie uns die Tagespflege gemeinsam verwirklichen, sie steht in Zukunft allen
Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung – meinen

Ihre und Ihr
Birgit Zachertz Erwin Martin