Reflektor 3/2009


Reges Zuhörerinteresse bei der Vorstellung unseres Wahlprogr

Liebe Großniedesheimerinnen, liebe Großniedesheimer,

am 24. April präsentierten wir unser Wahlprogramm und die Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderats-, die Verbandsgemeinderats- und die Kreistagswahlen sowie unseren Ortsbürgermeisterkandidaten Michael Walther der Öffentlichkeit. Als Gäste begrüßten wir Landtagsabgeordneten Martin Haller und unseren Landratskandidaten Gordon Emrich.

In der sehr gut besuchten Veranstaltung stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten mit persönlichen Worten vor. Die Kandidatenliste ist in jeder Hinsicht ausgewogen. Aktiv einbringen werden sich junge Bürgerinnen und Bürger sowie Erfahrene. Auch unser Frauenanteil von 50 % ist vorbildlich.

Ortsbürgermeisterkandidat Michael Walther stellte sich und seine Vorstellung über die Arbeit eines Ortsbürgermeisters dem Publikum vor und führte durch die Vorstellung des Wahlprogramms.

Die Kandidatinnen und Kandidaten erläuterten die Schwerpunkte des Wahlprogramms.

Finanzen – Wirtschaft – Verwaltung
Infrastruktur
Ortsentwicklung
Kinder und Jugendliche
Senioren
Natur, Grün, Erneuerbare Energien
Vereine

Unser realistisches und zukunftsweisendes Programm und dessen Präsentation überzeugte - wie spontane Äußerungen von Zuhörerinnen und Zuhörern zeigten.

Im Anschluss sprach Gordon Emrich über seine Ziele als Landrat.

Eine gelungene Veranstaltung, die uns bestätigt und ermutigt, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Wir würden uns freuen, weiter für Sie und mit Ihnen die Geschicke unseres Ortes erfolgreich zu leiten.

Über die Zukunft

Die derzeitige Krise in der Weltökonomie, im Wesentlichen hervorgerufen durch die Gier des Finanzsystems nach immer höheren Gewinnen, macht sich bei uns allen bemerkbar. Direkt durch Auswirkungen am Arbeitsplatz oder Befürchtungen, was uns die Zukunft bringt, wie es für uns und unsere Kinder weiter geht.

Umso wichtiger ist es, dass gerade auch auf kommunaler Ebene das umgesetzt wird, was in Bund und Land zur Bewältigung der Krise beschlossen wird. Es ist wenig hilfreich, in der Krise bereits von der nächsten Krise zu sprechen und Maßnahmen und Investitionen für die Zukunft als „finanzielle Abenteuer“ in den Ausschüssen – und wenn es dabei bleibt – auch im Rat abzulehnen, wie es die Opposition z. B. bei der Photovoltaik macht. Es ist erklärtes Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2050 die Hälfte des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Zehntausende Privatpersonen und öffentliche Körperschaften betreiben bereits solche Anlagen mit Gewinn – alles Abenteurer?

Ein anderes Beispiel Großniedesheim und seine Zukunft betreffend, ist die Ausweisung eines Naturschutzgebietes entlang der Eckbach. In diesem Gebiet liegen u. a. die Tiefbrunnen, aus denen Trinkwasser von sehr hoher Güte gefördert wird. Ein Naturschutzgebiet würde zusätzlich zum bestehenden Wasserschutzgebiet auf Dauer helfen, diese Brunnen zu schützen, unabhängig vom eigentlichen Sinn, die Natur so ursprünglich als möglich für den Menschen zu bewahren. Das sind wir den kommenden Generationen schuldig, Bekenntnisse in Wahlbroschüren oder verbale Versprechungen sind dazu nicht ausreichend. Die Brunnen - im Eigentum der Stadtwerke Frankenthal - sind neben den Ökoflächen DIE Ressource von Großniedesheim! Ein Naturschutzgebiet beeinträchtigt die (sehr geringe) landwirtschaftliche Nutzung in dem vorgesehen Bereich nicht mehr als das bereits bestehende Wasserschutzgebiet. Dort wo ein Entwurf eventuelle zukünftige Baugebiete und die naturnahe Spielfläche betroffen hätte, soll es nach unseren Vorstellungen nicht ausgewiesen werden.

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

für die Herausforderungen der Zukunft bedarf es auch Visionen, die über den Tag hinausgehen. Wir fühlen uns in erster Linie unserem Gewissen verpflichtet, aber unsere Verpflichtung geht über Großniedesheim hinaus. Wir wissen, dass auch Großniedesheim die Unterstützung vom Kreis, dem Land und Bund bis hin zu Europa benötigt. Dort unterstützen wir unsere Abgeordneten und sie unterstützen uns. Wir haben klare und realistische Vorstellungen über die Zukunft von unserem Ort. Nur mit einem Auge das Geschehen zu beobachten lässt weder die Gegenwart bewältigen, noch die Zukunft gestalten.
Zur Haltung der Opposition zu Naturschutz, erneuerbare Energien, Breitbandanschluss usw. können wir nur sagen: Wir wollen nicht, dass Großniedesheim zurückfällt und von der Entwicklung überholt wird, um dann hinterher zu rennen.

Mit unserem Wahlprogramm und unserer Arbeit in der Vergangenheit haben wir gezeigt, dass wir mit klaren Konzepten und Ideen zuversichtlich in die Zukunft gehen können. Was unsere Einstellung betrifft, ist das Glas halb voll und nicht halb leer. Packen wir es gemeinsam für Großniedesheim und für eine gute Zukunft an, wir sind für Sie da!

Großniedesheim - Heimat mit Zukunft. Erreichtes erhalten, Zukunft gestalten

Zu Ihrer Information:

Sie können ab Zustellung der Wahlbenachrichtigung Briefwahl beantragen. Bei der diesjährigen Wahl haben Sie viel zu tun: Bürgermeisterwahl, Gemeinde-/Verbandsgemeinderat, Landrat, Kreistag, Bezirkstags- und Europawahl. Zu Hause können Sie kumulieren und panaschieren, das heißt, die Kandidatinnen und Kandidaten Ihres Vertrauens in Ruhe auswählen. Um keine Stimmen zu verschenken, ist es am sichersten, die Liste (Partei) anzukreuzen.
Gerne sind wir Ihnen behilflich, sprechen Sie uns an.

Ihre und Ihr
Birgit Zachertz Erwin Martin