Reflektor 2/2010

Liebe Großniedesheimerinnen und Großniedesheimer,

wir möchten in diesem Reflektor über Aktivitäten unseres SPD-Ortsvereines berichten, die wir im letzten Monat durchgeführt haben:

Spende an den Jugendtreff

Jedes Jahr spendet unser Ortsverein einen Teil des Erlöses vom Ostermarkt-Café.

In diesem Jahr durfte sich Carmen Wendel für den Jugendtreff über neue Queue und Dartzubehör freuen.

Ziehung der Gewinner des Bilderrätsels

Am 20.04.2010 wurden die Gewinner des Bilderrätsels vom Reflektor 01/2010 durch Los ermittelt. Alle Jugendliche hatten die richtige Lösung: Jugendtreff.
Den Gewinnern: Herzlichen Glückwunsch und Allen Danke fürs mitmachen!

Pflanzenmarkt

Am 24. April veranstalteten wir bereits zum zweiten Mal unseren Pflanzenmarkt im Hof der Friedenshalle. Bei schönem Wetter konnten Interessenten ihre Pflanzen tauschen oder zur Verfügung stellen.

Es gab zahlreiche Aktivitäten und bei Kaffee, Kuchen und kalten Getränken konnten sich die Besucher in einer schönen Atmosphäre wohl fühlen.

Über die Mitte

Die Mittelschicht wird stark umworben. Dabei kann man den Eindruck gewinnen, dass sie von den (wirklich) Reichen nur für deren Zwecke manipuliert wird. In einem Artikel* in „SPIEGEL ONLINE“ vom 8. APRIL 2010, schreibt Ulrike Herrmann unter dem Titel „Die Mittelschicht betrügt sich selbst“ unter anderem:

„Die deutsche Mittelschicht stellt die meisten Wähler, verliert aber immer mehr politischen Einfluss. Schuld ist das Bürgertum selbst: Es grenzt sich von den Armen ab, wähnt sich an der Seite der Vermögenden - und stärkt damit genau jene, die sich auf seine Kosten bereichern. …
Sie selbst ist es, die für eine Steuer- und Sozialpolitik stimmt, die ihren Interessen völlig entgegengesetzt ist. ...

Während die Spitzenverdiener immer weniger belastet werden, verliert die Mittelschicht rapide. Schon jetzt müssen normale Arbeitnehmer bis zu 53 Prozent ihrer Arbeitskosten als Steuern und Sozialabgaben abführen - während umgekehrt Millionäre ihre Einkünfte nur mit durchschnittlich 34 Prozent versteuern. …

Wenn Lobbyisten Privilegien für die Reichen durchbringen wollen, dann müssen sie der Mittelschicht das Gefühl geben, dass diese ebenfalls zur Elite gehört.
Auf den ersten Blick mag es erstaunen, dass die Mittelschicht überhaupt auf die Idee verfallen konnte, sich in der Nähe der Elite zu glauben.

Denn begütert ist die Mittelschicht nicht:
Zur Mittelschicht zählt, wer als Single zwischen 1000 und 2200 Euro netto im Monat hat.
Bei einem Ehepaar mit zwei kleinen Kindern sind es zwischen 2100 und 4600 Euro netto. Darunter beginnt die Unterschicht, darüber schon die Oberschicht. …

Die Reichen verschleiern ihren Wohlstand derart gekonnt, dass völlig unklar ist, wie reich sie wirklich sind. Fest steht nur, dass Billionen aus der Statistik verschwinden. Der Grund: Das Statistische Bundesamt erfasst keine Einkommen über 18.000 Euro netto im Monat - die wirklich Reichen tauchen in den offiziellen Zahlen also gar nicht auf…
Die obersten zehn Prozent besitzen 61 Prozent des Volksvermögens …

Die Kosten der Finanzkrise bleiben an der Mittelschicht hängen … Trotzdem wendet sie sich weiterhin gegen die Unterschicht und nicht etwa gegen die Eliten. So sagen fast 65 Prozent aller Menschen, die sich selbst von der Wirtschaftskrise betroffen fühlen: "In Deutschland müssen zu viele schwache Gruppen mitversorgt werden." Wieder gerät völlig aus dem Blick, dass vor allem die Vermögenden davon profitiert haben, dass der Staat mit Milliardensummen Banken und Wirtschaft gerettet hat.

Die Mittelschicht wird so lange für die Reichen zahlen, wie sie sich selbst zu den Reichen zählt.“

So endet der Artikel in Auszügen, dem wir uneingeschränkt zustimmen können.

Ihre und Ihr
Birgit Zachertz Erwin Martin

*Auszüge aus dem Artikel mit freundlicher
Genehmigung von SPIEGEL ONLINE

Den vollständigen Artikel finden Sie unter:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/
0,1518,687760,00.html