Reflektor 02/2013

Liebe Großniedesheimerinnen, liebe Großniedesheimer,

Umzug verzweifelt gesucht ...

Leider ist die Großniedesheimer Kerwe dem Regen zum Opfer gefallen – der Umzug musste abgesagt werden!

Leicht ist Bürgermeister Michael Walther die Entscheidung nicht gefallen, aber es war niemandem zuzumuten – weder den Umzugsteilnehmern noch den Zuschauern.

Nächstes Jahr ist bestimmt besseres Wetter und wir sind wieder dabei!

Essen mit Genuss – geht das noch?

Diese Frage interessierte die Besucher der Veranstaltung am 2. Mai, zu der Doris Barnett und Heinz Paula, beide MdB, im Namen der SPD- Bundestagsfraktion eingeladen hatten.

Bald monatlich werden die Verbraucherinnen und Verbraucher mit einem Lebensmittelskandal konfrontiert, zuletzt von Bio- Eiern, die keine sind, und Pferdefleisch in Fertigprodukten, auf denen dies nicht gekennzeichnet ist. – Hauptsache billig!

Die Tiere bezahlen diese „Geiz ist geil“- Mentalität!

Konzentriert hörten die Besucherinnen und Besucher den Berichten zu und diskutierten im Anschluss rege mit den Referenten.

Das Schlusswort war etwas ernüchternd: Der Verbraucher ist gefragt! Er muss bewusster einkaufen!

Bei Interesse können Sie sich u. a. auf der Homepage des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz informieren: www.bmelv.de

Auf der Homepage der Kreisverwaltung haben wir diese Meldung gefunden:

„Kreistag vergibt den Auftrag zum Bau des Radweges Beindersheim - Großniedesheim

In seiner Sitzung vom 27.05.2013 hat der Kreistag den Auftrag zum Bau des Radweges Beindersheim-Großniedesheim mit Kosten in Höhe von rd. 676.000 € an die Fa. Steffes-Mies, Sprendlingen, vergeben.

Mit der Maßnahme soll noch im 2. Quartal 2013 begonnen werden.
Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit 65 % an den Kosten.

Landrat Clemens Körner zeigte sich erfreut, dass der notwendige Radweg nunmehr endlich realisiert werden könne.“

Wir fragen uns: Wer hat diese Meldung verloren? Denn das zweite Quartal 2013 ist schon fast vorbei!


Schöne Verpackung, nix drin

Kurz vor Ende ihrer Amtszeit biedert sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei den Bürgerinnen und Bürgern an. Sie macht unglaubwürdige Wahlversprechen von 28,5 Milliarden Euro – obwohl Schwarz-Gelb über 100 Milliarden Euro Schulden aufgehäuft hat. Es merkelt wieder: statt seriöser Politik nur volle Versprechen bei leeren Kassen.

Dem „Handelsblatt“ vom Freitag (Anm.: 31.05.13) zufolge beläuft sich das Gesamtvolumen der Merkelschen Wahlgeschenke auf 28,5 Milliarden Euro. Allein die angekündigte Kindergelderhöhung würde Mehrausgaben in Höhe von 7,5 Milliarden Euro verursachen, errechnete das Bundesfinanzministerium nach Angaben der Zeitung.

Kein Wort über Finanzierung

Merkel stellte weiterhin die Einführung einer sogenannten „Mütterrente“ sowie eine Anhebung der Berufsunfähigkeitsrente in Aussicht. Beide Maßnahmen würden den Haushalt sowie die Rentenversicherung laut Berechnungen je nach Modell langfristig jährlich mit bis zu 20 Milliarden Euro belasten, so das „Handelsblatt“.
Allen wird alles versprochen: Mietern, Lehrerinnen und Lehrern, klammen Kommunen – ihnen allen stellt Merkel weitere vermeintliche Wohltaten in Aussicht. Deren Finanzierung bleibt unklar.

Die Wahlversprechensbrecherin

Angesichts dieser geballten Kritik aus den eigenen Reihen wird klar, dass Merkel von ihren Versprechen kaum etwas wird umsetzen können. Doch das ist für Merkel nichts Neues – im Brechen von Wahlversprechen hat die Kanzlerin Erfahrung.

2009 versprach sie 20 Milliarden Euro an Steuererleichterungen – doch außer der teuren „Mövenpicksteuer“ für Hoteliers und weiteren Steuergeschenken für Reiche ist davon nichts geblieben. Die Renten in Ost und West sollten laut schwarz-gelbem Koalitionsvertrag nach 20 Jahren endlich angeglichen werden – doch passiert ist auch hier: nichts.

(Quelle: SPD.de; Daniel von Fromberg – Auszüge)