Herbstwanderung

Veranstaltungen

Bei dem Treff am Wasserturm um 10:00 Uhr konnte die OV-Vorsitzende Birgit Zachertz 30 „Wandersleute“ und die Bundestagsabgeordnete Doris Barnet begrüßen.
Auch Beindersheimer und Bobenheim-Roxheimer waren unter den Interessierten.
Die Führung übernahm dann Hugo Klöß.

Los ging´s vom Wasserturm aus über die alte Wormser Straße Richtung Schießhohl, eine durch Lehmabbau entstandene Vertiefung, die vor und während des zweiten Weltkrieges als Schießstand genutzt wurde und heute als Grünzone dient. Weiter ging´s Richtung Plattengrund.

Von hier aus konnten die meisten Weinberge der Großniedesheimer Lage „Am Schafberg“ (30 ha) eingesehen und die Gemarkungslagen zwischen der Grenze nach Klein-niedesheim und der Autobahn erläutert werden. Die einzelnen Gemarkungen heißen: Am Hohweg, Auf der Platte, An der Haarschnur, In der Knabengewanne und Im kleinen Nonnental. Von da aus wanderten wir zum Alten Galgen und Gerichtsplatz.

Ein Hinweisstein weist auf den ehemaligen Gerichtsplatz hin. Hier wurde für Groß- und Kleinniedesheim Gericht gehalten. Das geht aus einer Urkunde von 1736 mit dem Siegel des Gerichts der „Nittesheimer“ hervor. Das Gerichtssiegel mit Eicheln und Eichenblatt ist fast identisch mit den alten Groß- und Kleinniedesheimer Wappen.

Von da aus ging die Wanderung über den Niedesheimer Weg am Grenzhof vorbei in den Kappesgrund, in die Nachtweide und entlang des Grünzugs am Eckbach, der dort die Gemarkungsgrenze ist. Dort befinden sich auch zwei der drei Tiefbrunnen des Wasserwerkes. Die gemeindeeigenen Flächen links und rechts neben dem Graben hinter dem Wasserwerk sind zum größten Teil wieder in Wiesenflächen renaturiert mit Sträucherzonen, Solitärzonen und Streuobstwiesen.

Eine kurze Diskussion gab es zur Pflege der Weidebestände und der Streuobstwiesen.

Weiter ging es am Wasserwerk vorbei, über die naturnahe Spielfläche, durch die Moltersgärten zurück zum Wasserturm.

Dort hatten sich zwischenzeitlich einige Familien eingefunden, die ebenfalls Interesse an der Besichtigung des Wasserturms hatten.

Herr Tresch, Leiter des Wasserwerkes, übernahm die Führung im Wasserturm, erklärte die Funktion desselbigen.

Dann ging es die 169 Stufen hoch zu der ersten Plattform. Schon von hier aus war der Rundumblick überwältigend. Ganz mutige durften noch die restlichen Stufen über eine schmale Treppe bis in die Turmspitze erklimmen und die Aussicht genießen.

Wieder unten angekommen schmeckten das Steak- oder Bratwurstbrötchen und ein frisches Getränk besonders gut.

Die Resonanz war durchweg positiv und es wurde der Wunsch geäußert, bei Gelegenheit die Großniedesheimer Gemarkung auch in andere Richtungen zu „erwandern“.
(Hugo Klöß)